CVJM Sommerkino Samstag 22.08.2020

 
 
Bis nachmittags war der für die Natur so wichtige Regen gefallen, und sicher haben etliche Mitglieder des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM) Schnaittach gezittert, ob denn abends der vorgesehene Film auf dem Freigelände der Grundschule gezeigt werden könne. Vorsitzende Melissa Schuhmann behielt ihren Optimismus, und sie behielt Recht. Mit der untergehenden Sonne war der Himmel aufgeräumt - die Open-Air-Filmnacht konnte über die Bühne gehen. Etwa dreimal im Jahr zeigt der Verein Filme im Gemeindehaus der Kirche; einer wird unter der Überschrift "Hochsommerkino" üblicherweise am letzten Schultag vor den großen Ferien gezeigt, aber das Corona-Virus bedingte dieses Jahr eine veränderte, umfangreichere Organisation. Wegen der Hygiene-Regeln werden die Besucher mittels zur Händedesinfektion, der Adressenaufnahme und dann durch den Ordnungsdienst zu den Plätzen geleitet, alles mit Mundschutz, der erst am Stuhl abgenommen werden darf. Das geht zügig, und so gibt es trotz des Andrangs - es müssen noch Stühle herbeigeschafft werden - keine Wartezeiten. Das Publikum umfasst die Altersspanne von sieben bis siebzig und darauf ist der Film ausgelegt, wie Co-Vorsitzender Florian Schäffner sagt. Mit Einbruch der Dunkelheit sind alle mit Getränken versorgt, haben sich in ihre Jacken und Decken gekuschelt, denn durch den wolkenlosen Himmel kühlt es schnell ab. Schuhmann weist in ihrer Begrüßung auf die Hygiene-Regeln hin und bedankt sich bei den helfenden Händen, bei der Marktgemeinde und Schule, bei der "Bunten Liste" für die Sitzgelegenheiten und bei Matthias Hartmann für die Video-Leinwand. Dann heißt es Film ab, und Manuel, Michael, Ferdinand und Alex sorgen für stimmungsvolle Beleutung, einen satten Sound und lassen "Yesterday" auf die Leinwand los. Der Film erzählt die Geschichte eines erfolglosen Musikers, dem das Schicksal eine einmalige Chance bietet: Nach einem kurzen, weltweiten Blackout scheint er der einzige zu sein, der sich an die Beatles erinnert. Keine Schallplatten oder CDs existieren mehr, auch das Internet hat sie vergessen. Das nutzt der Musiker, um mit ihren Kompositionen berühmt zu werden. Zwei weitere Personen, die sich ebenfalls erinnern, bestärken ihn weiterzumachen. Schließlich findet er in seiner Managerin auch die Liebe seines Lebens. Die luftig-leichte Komödie passt zu einer unbeschwerten Sommernacht, und bei vielen Besuchern im etwas gesetzteren Alter werden mit den Beatles-Songs Jugenderinnerungen wach, an der Situationskomik erfreuen sich alle. Wie versprochen: ein Film für Jung und Alt.
VINZENZ R. DORN