Traugebete der Eheleute

(1)  Es wäre schön, wenn Sie folgendes Gebet vor den Traufragen lesen und beten könnten.
Der Pfarrer leitet das Gebet ein, das Brautpaar liest abwechselnd, beginnend mit der Frau (F), dann der Mann (M):

Pfarrer: O Herr, mach uns zu einem Werkzeug deines Friedens,

F: dass wir Liebe üben, wo man sich hasst,
M: dass wir verzeihen, wo man sich beleidigt,
F: dass wir verbinden, wo Streit ist, dass wir die Wahrheit sagen, wo der Irrtum herrscht,
M: dass wir den Glauben bringen, wo der Zweifel drückt,
F: dass wir Hoffnung wecken, wo die Verzweiflung quält,
M: dass wir ein Licht anzünden, wo die Finsternis regiert,
F: dass wir Freude machen, wo der Kummer wohnt.

Pfarrer: Ach Herr, lass du uns trachten, nicht dass wir getröstet werden, sondern dass wir trösten; nicht das wir verstanden werden, sondern dass wir verstehen; nicht das wir geliebt werden, sondern dass wir lieben. Denn wer da hingibt, der empfängt. Wer sich selbst vergisst, der empfängt. Wer verzeiht, dem wird verziehen. Und wer da stirbt, der erwacht zum ewigen Leben. Amen

(2)  Ein anderes Gebet vor den Traufragen wäre folgendes. Der Pfarrer führt kurz zum Gebet hin, dann betet zunächst der Mann (M), dann die Frau (F).

Pfarrer: Braut und Bräutigam werden nun mit uns beten. Wir stehen auf zum Gebet.

M: Herr, ich danke dir,
dass wir zu zweit unser Leben führen dürfen.
Du gabst mir einen Menschen, der mich liebt, wie ich bin,
der mit mir leidet,
der mich tröstet und mich aufrichtet.
Der sich mit mir freut,
der auf mich wartet und für mich da ist.
Herr, ich danke dir für das Gespräch miteinander,
für das immer neue Gespräch.
Ich danke dir für die immer neue Liebe,
für das ständige tragen,
für das gemeinsame Gebet.
Herr ich danke dir,
dass du uns ein gemeinsames Ziel gegeben hast: DICH SELBST.