Gründung

In der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Schnaittach gab es seit vielen Jahren keine verbindliche Jugendarbeit mehr. Ansätze verliefen in der Regel nach kurzer Zeit im Sand, weil engagierte Jugendliche durch den Beginn einer Ausbildung oder eines Studiums nicht mehr zur Verfügung standen. Auch die Jungschararbeit als Basis für eine Jugendarbeit lag brach. Doch dann entschlossen sich eine Reihe engagierter junger Frauen, eine Jungschararbeit aufzubauen. Bei all ihrem Engagement stießen sie jedoch oft an Grenzen und suchten nach Hilfe, die sie aber nicht immer fanden. Ebenso konnte sich nach der nur kurzen Konfirmandenzeit kaum etwas weiterentwickeln, denn niemand war für die frisch konfirmierten Jugendlichen da, sie weiter zu begleiten. Auch die durch das Dekanat angebotene offene Jugendarbeit vermittelte den Jugendlichen nicht das, was man unter christlichen Werten versteht, da keine Bibelarbeit mit einbezogen war.

Die Jungschargruppen, die von mehreren engagierten jungen Frauen ins Leben gerufen wurden, waren ein guter und wichtiger Anfang. Aber – wie begeistern wir die Mädchen und Jungs, die nicht mehr im Jungscharalter sind? Was können wir tun, damit junge Menschen nach ihrer Konfirmation den Bezug zur Kirchengemeinde behalten, nicht in irgendwelche Szenen abrutschen, sondern Spaß daran haben, sich in die christliche Gemeinschaft einzubringen? Wie können wir jungen Leuten in der Kirchengemeinde ein Heimat bieten? Solche Fragen beschäftigten nicht nur Pfarrer und Kirchenvorstand, auch interessierte Gemeindeglieder machten sich darüber Gedanken.

So waren sich Pfarrer, Kirchenvorstand und engagierte Gemeindeglieder, die bei jeder Taufe die Frage an die Gemeinde: "Seid ihr bereit, für dieses Kind und für die Kinder in der Gemeinde Verantwortung zu übernehmen, das es im Glauben an unseren Herrn Jesus Christus wächst", nicht nur gleichgültig mit „JA" beantworteten, einig, dass die begonnene Jugendarbeit in der Kirchengemeinde auf eine breite Basis gestellt werden müsse.

Als bekannt wurde, dass über den CVJM-Landesverband Bayern die Möglichkeit besteht, im Rahmen des sogenannten „MissioPoint"-Projektes für 3 Jahre durch einen CVJM -Jugendsekretär Aufbauhilfe für die Jugendarbeit zu bekommen, hat der Kirchenvorstand beschlossen: Die Jugendarbeit in der Kirchengemeinde soll durch den CVJM geschehen. Und so hat sich Pfarrer Römischer beim CVJM-Landesverband um die Entsendung eines „MissioPoint"-Sekretärs beworben. Voraussetzung dafür war allerdings das Vorhandensein eines örtlichen CVJM !

Und so gründeten von der CVJM-Arbeit überzeugte Gemeindeglieder am      11. März 2001 den CVJM Schnaittach. Mit einem Festgottesdienst wurde am Sonntag, den 6. Mai. 2001 die Gründung des CVJM Schnaittach gefeiert. Der Kirchenvorstand hat schließlich in einem Beschluss die Jungschar- und Jugendarbeit in die Hände des neu gegründeten CVJM gelegt.

Niemand konnte damals ahnen, dass sich schon bald jemand für die Stelle des „MissioPoint"-Sekretärs in Schnaittach finden würde. Andreas Steinert hat bereits im September 2001 seinen Dienst als Jugendsekretär angetreten. Am 16. September 2001 feierten wir in der Kirche von Wassermungenau im Rahmen des CVJM-Burgfestes die Einsegnung und Aussendung von Andreas Steinert. Im Erntedankgottesdienst am 30. September wurde Andreas Steinert schließlich als neuer hauptamtlicher Jugendleiter in der Christusgemeinde zu Schnaittach offiziell begrüßt.

So stand mit Andreas Steinert ein hauptamtlicher Mitarbeiter vollzeitig für die Jungschar- und Jugendarbeit zur Verfügung, konnte Kinder und Jugendliche begleiten, ehrenamtliche Mitarbeiter gewinnen und fördern sowie Angebote mit und für Kinder und Jugendliche hier am Ort entwickeln.